Es geht wieder los

Nicht nur unsere Marsch AG nimmt so langsam Fahrt und Interesse auf, auch die ersten Märsche haben begonnen.

Am 4. April flog ich von Berlin nach Tel Aviv und fuhr mit einem Leihwagen weiter nach Nazareth. Dort in der Nähe sollte der Zwei-Tage-Marsch von Gilboa stattfinden. In der Altstadt von Nazareth bezog ich Unterkunft in einem Hostel und machte mich auf den Weg, die Stadt zu erkunden.

Es gibt in Nazareth einiges zu sehen, schöne Cafés und kleine Restaurants. Am nächsten Morgen ging es in das 20 Kilometer entfernte Gilboa, wo ich auf einige bekannte Gesichter vergangener Märsche traf.

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Die Strecke führte Rund um Gilboa und bot auf 23 Kilometern eine schöne Landschaft und viel Natur. Auch die Versorgung unterwegs war sehr gut organisiert, ebenfalls die Ausschilderung der Strecke. Am Nachmittag stand ein Ausflug nach Jerusalem auf dem Programm mit den dortigen Sehenswürdigkeiten. Eine imposante Stadt, mit vielen geschichtlichen Orten und Plätzen.

Auch am zweiten Marschtag führte die Strecke durch die Natur rund um Gilboa, diesmal durch ein Naturschutzgebiet, wieder hervorragend ausgeschildert und organisiert.

Nach 23 Kilometern im Ziel angekommen, konnte eine weitere Länderspange am Orden angebracht und der Nachmittag in Nazareth genossen werden.

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Am nächsten Tag ging es zurück nach Jerusalem und per Flugzeug Richtung Berlin. Als erster Vorbereitungsmarsch für Nijmegen war der Marsch in Gilboa ein guter Einstieg und Ende April stand mit dem Zwei-Tage-Marsch von Boras, Schweden schon das nächste Event auf dem Programm.

Am 25. April starteten wir zu viert per Kfz und Fähre nach Schweden, bezogen unsere Unterkunft und bereiteten unser Ausrüstung auf den ersten Marschtag vor. Das Wetter, welches in Israel noch sehr sonnig und warm gewesen war, sollte sehr durchwachsen werden. Auch hier wollten wir zweimal 21 Kilometer absolvieren und starteten am Samstag gut gelaunt mit vielen anderen Marschbegeisterten.

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Auch in Boras führte die Strecke durch eine schöne Natur und Landschaft. Und bis auf einen kleinen Regenschauer auf den letzten zwei Kilometern blieben wir vom schlechten Wetter verschont. Der Nachmittag wurde zu einem Spaziergang durch die Stadt genutzt, der Abend fand in einem schönen Lokal seinen Ausklang.

Am zweiten Marschtag führte die Strecke wie in den letzten Jahren ebenfalls durch den Zoo von Boras, weiter zur olympischen Langlaufstrecke und vorbei an vielen Seen und durch eine tolle Landschaft

Auch an diesem Marschtag war das Wetter uns wohlgesonnen und wir kamen trocken im Ziel in der Boras-Arena an.

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hdrpl

Für Oberfeldwebel Christoph Schultz war es der erste IML-Marsch und hoffentlich nicht der Letzte. Für Stabsunteroffizier Andra Schoknecht, Hauptmann Volker Schuricht und Stabsfeldwebel Ralph Lück war es eine gelungene Vorbereitung auf den ersten Delegationsmarsch eine Woche später in Blankenberge,/Belgien.

Am 3. Mai war es so weit: Morgens um halb vier bestiegen wir den KOM und machten uns auf den Weg nach Blankenberge, um dort die anderen Teilnehmer der Marschgruppe Luftwaffe zu treffen und kennen zu lernen. Die Unterbringung war wie in den letzten Jahren in einem Bootsschuppen und in mehreren Zelten, die wir uns mit 450 Kameradinnen und Kameraden teilten. Organisation, Verpflegung, etc. waren wie immer hervorragend durch die Delegation organisiert. Am 4. Mai war es dann endlich so weit: Der erste Marsch auf dem Weg nach Nijmegen über 42 KIlometer stand auf dem Programm. Insgesamt starteten 16 Marschgruppen (MGrp) in unterschiedlicher Stärke, die MGrp der Lw war mit 38 Teilnehmern dieses Jahr eher klein. Um 08:00 Uhr fiel der Startschuss und wir begaben uns auf die Strecke. Die ersten zwölf Kilometer hatten es gleich in sich. Sie führten am Strand von Blankenberge entlang, bei starkem Wind und dunklen Wolken

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fznor

Der erste Rastplatz nach 18 Kilometern wurde von einigen sehnlichst erwartet. Dort hatten wir leider auch die ersten Ausfälle. Auch das zweite Teilstück war mit 16 Kilometern bis zum Rastplatz sehr lang, für den einen oder anderen zu lang und mit Schneegraupelschauern durchzogen, sodass wir dort eine Pause von einer Stunde einlegen mussten. Nach weiteren zwölf Kilometern waren wir im Ziel an und fuhren aufgrund des schlechten Wetters sofort per KOM zurück zu den Unterkünften.

Zum zweiten Marschtag hatte die Delegation einen Ausfall von 45 Marschierern, die MGrp Lw startete mit nur noch 31 Marschierern. Weitere 24 belgische Kilometer standen auf dem Programm, der Rastplatz nach 16 Kilometern war unser erstes Ziel und wurde trotz anderweitiger Ankündigung trocken erreicht. Nach weiteren zehn Kilometern und in Begleitung eines belgischen Musikorchesters auf den letzten beiden Kilometern wurde das Ziel erreicht und die Teilnehmer der MGrp Lw konnten stolz ihren Marsch-Coin in Empfang nehmen.

Auch die drei Teilnehmer des TaktLwG 73 „S“ haben sich „wacker“ geschlagen und den Abend im Kreis der anderen Teilnehmer entsprechend ausklingen lassen. Am 6. Mai ging es auf die lange Rückfahrt und gegen 19:30 Uhr erreichten wir – zwar KO aber happy – unser Geschwader.

Nun freuen wir uns auf die nächsten Vorbereitungsmärsche in der Schweiz und Frankreich mit weiteren Interessierten des Geschwaders, bevor es im Juni nach Essen zum zweiten Vorbereitungsmarsch der deutschen Nijmegen-Delegation geht. Wenn wir, StUffz Schoknecht, Hptm Schuricht, StFw Lück, auch diesen meistern, steht dem Marsch in Nijmegen nichts mehr im Wege.

Deswegen getreu dem Motto der Delegation:

Stiefel = An

Rucksack = Auf

Vorwärts = Marsch

Stabsfeldwebel Ralph Lück

Wtg/WaStff TaktLwG 73 „S“