Die Wartungs- und Waffenstaffel …

… ein ganz normaler Tag am Beispiel einer Wartungs-Crew.

Es ist 6:00 Uhr, Dienstbetrieb in der Wartungs- und Waffenstaffel auf der „Bravo-Flight“. Der Flight-Chief bestimmt einen Kameraden zum Entsperren der sogenannten „Sixpacks“ (Boxenreihen, auch Luftfahrzeugdurchgangshallen).

Der erste Kaffee ist schon durchgelaufen und es ertönt ein Gong: „In fünf Minuten alles einrücken zum morgendlichem Briefing“, welches nicht jeden Tag durchgeführt wird.

Der Schichtführer gibt in seinem Briefing Neuerungen bekannt und weist auf das eine oder andere wichtige Vorhaben hin. Nach dem Briefing steht die Crew-Planung am sogenannten Whiteboard, sodass die Crews wissen, welches Flugzeug sie heute für den Flugbetrieb vorzubereiten haben.

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Die Luftfahrzeuge müssen ab und an zwischen den Flighten (A- oder B-Bereiche) wechseln. So kann es schon mal vorkommen, dass ein Flugzeug auf der „A-Flight“ für den Flug vorbereitet wird. Nach dem „Last Chance“-Check und dem Ausbildungsflug landet es wieder in Laage und rollt sodann auf eine Box auf der „B-Flight“ wieder ein. Wo die Wartungscrew das Luftfahrzeug annimmt.

Kontrollen an der Schnittstelle zwischen Pilot und der Wartungscrew werden vor dem Ausrollen und bei der Rückkehr vorgenommen.

Eine Crew besteht aus einem „ersten Wart“ und einem „zweiten Wart“, die auch den selben Dienstgrad innehaben können.

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Der Wart, der als „erster Wart“ an dem Whiteboard für die Maschine steht, trägt somit die Verantwortung für die Crew und das Luftfahrzeug. Er liest sich im SASPF-System (Standard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien-System) in das betriebswirtschaftliche Software-Programm über die zugewiesene Maschine ein.

Der „zweite Wart“ geht in der Zeit schon einmal in das sogenannte Handlager, wo er den Koffer mit der Kommunikationsstation empfängt.

Nachdem der „erste Wart“ sich in das Luftfahrzeug eingelesen hat, weiß er ob noch etwas zu rüsten ist. Dabei sprechen wir von einem FPR (Flight Profile Recorder). Der FÜR-Pod ist die luftgestützte Komponente des autonomen Luftkampfs, dass die Fähigkeit für Luft-Luft- und Luft-Boden-Trainings ermöglicht und eine Captive Air Training Missile (CAT-M) mit einem inerten Sprengkopf und Raketenmotor für Trainingszwecke.

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Der „erste Wart“ kontrolliert das Board-Buch und trägt den Boxenschlüssel aus.

Auf Box angekommen, wird die komplette Beleuchtung angeschaltet, der „erste Wart“ geht in das Boxenhäuschen und loggt sich in den Computer ein. Er macht die Administration und Dokumentation. Währenddessen macht der „zweite Wart“ die Werkzeugkontrolle.

Die Kommunikationsstation wird angeschlossen, sowie das MDP (Maintenance Data Panel angeschaltet, was dem Wart dazu dient, Menü Punkte wie zum Beispiel die Füllstände zu kontrollieren oder gegebenenfalls bestimmte Teste zu fahren und anzusteuern. Somit beginnt der Rundgang des „zweiten Wartes“. Die Consumables (Füllstände) werden am Maintenance Data Panel überprüft. Die roten Cover und die Maus-Abwehrbleche werden durch die Warte entfernt und der Air intake (Lufteinlässe) mithilfe einer Arbeitsplattform zur Überprüfung vorbereitet.

Der „erste Wart“ überprüft die Reifendrücke und die Triebwerk-Öl-Stände und reinigt das Flugzeug gegeben falls nach.

Die gesammelten Daten werden dann in das SASPF-System in das Betriebssystem eingetragen.

Der „zweite Wart“ zeichnet seinen Rundgang ab und trägt die benutzten Drehmomenten-Schlüssel ein.

Danach unterschreibt der „erste Wart“ für seinen Rundgang, meldet der Einsatzsteuerung, dass das Luftfahrzeug flugklar ist. Der Pilot kann das Luftfahrzeug übernehmen …

Hauptfeldwebel Michael Schmidt, Wtg/WaStff TaktLwG 73 „S“