Der Traum Pilot zu werden

… gut zehn Jugendliche kamen diesem Traum nun einen Schritt näher. Die Jugendlichen waren extra aus ganz Deutschland nach Laage gereist, um einen Einblick in den Alltag eines Piloten zu bekommen. Viele von ihnen stehen bereits kurz vor der Aufnahmeprüfung zum Piloten.

Die Besuchergruppe vor dem EUROFIGHTER.
/ Fhj Cédric Ketfi, PrInfoZLw

„Das frühe Aufstehen bin ich gar nicht gewohnt“, so einer der jungen Besucher bei der Begrüßung. Für diesen besonderen Tag war er extra aus Kiel angereist. Nach ein paar Formalitäten und einem kurzen Vortrag zur Historie des Geschwaders, ging es direkt los. Die erste Station war der STARFIGHTER und das Denkmal der gefallenen Soldaten, die dem Kampfjet der 1960er Jahre zum Opfer fielen. „Der STARFIGHTER, auch Witwenmacher genannt, löste in den 1960er Jahren eine Krise innerhalb der Luftwaffe aus. Zugleich rief dies auch einen General auf den Tagesplan, dem wir die heutige Struktur innerhalb der Luftwaffengeschwader zu verdanken haben: General Johannes Steinhoff“, erklärte Oberstabsfeldwebel Heinz Dieter Nitz den Besuchern.

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Vom STARFIGHTER zum EUROFIGHTER

Im Anschluss ging es für die Gruppe direkt auf einen Aussichtspunkt des Geschwaders. In unmittelbarer Nähe der Start- und Landebahn konnten sie die EUROFIGHTER beim Start beobachten. Viele der jungen Besucher hatten bereits einen Termin für die Einungsprüfung der Offiziere in Köln. Einzelne hatten bereits die ersten Fliegertests in Fürstenfeldbruck bei München mit Erfolg bestanden. Wieder andere äußerten generelles Interesse für den Dienst in der Luftwaffe und wollten die möglichen Tätigkeiten besser kennenlernen.

Den jungen Frauen und Männern war die Begeisterung an der Fliegerei anzumerken. Sie beobachteten gespannt den Abflug der EUROFIGHTER und gaben Schätzungen über die mögliche Startgeschwindigkeit ab. Bei den Gesprächen mit den jungen Geschwader-Gästen wurde deutlich, dass hier bereits große Kenntnisse zu den technischen Daten der EUROFIGHTER und seiner Entwicklung vorhanden sind.

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Die Jugendlichen zücken schnell ihre Handies, um einen EUROFIGHTER beim Start zu fotografieren.
/ Oberleutnant Annika Schulz, PrInfoZLw

Nachdem die Jugendlichen den Start auf ihren Smartphones festgehalten hatten, ging es für sie weiter in den Hangar. Hier wartete bereits ein Techniker auf die Besuchergruppe und erklärte das Waffensystem EUROFIGHTER. Bevor Sie den Hangar verließen, wurde zur Erinnerung noch ein Gruppenfoto gemacht.

Der Techniker erklärt der jungen Besuchergruppe das Triebwerk.
/ Fhj Cédric Ketfi, PrInfoZLw

Nach der Pause hat der Pilotenschüler und angehende EUROFIGHTER-Pilot Oberleutnant Lukas W. die Jugendlichen herzlich empfangen und in den EUROFIGHTER-Simulator geführt. Hier durfte jeder einmal ins Cockpit und für etwa fünf Minuten Pilot sein. Nachdem sie alle etwas „geflogen“ waren, ging es weiter in die Umkleidekabine der Piloten. Hier durften die Besucher einen Pilotenhelm aufsetzen. Als sie den Kaufpreis eines einzelnen Helms erfuhren staunten sie. „Davon kann man sich ein schönes Haus kaufen“, war nur eine der vielen erstaunten Reaktionen der Jugendlichen.

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Gespannt lauschen die Jugendlichen bei der Erklärung des Pilotenanzuges.
/ Fhj Cédric Ketfi, PrInfoZLw

Die Begeisterung bleibt

Der Truppenbesuch endete mit persönlichen Gesprächen zwischen Besuchern und Soldaten sowie Erzählungen über die Pilotenausbildung. Vor der Verabschiedung holte sich OStFw Nitz noch ein Feedback von den jungen Teilnehmern ein und wünschten ihnen viel Erfolg für ihren weiteren Werdegang. Wer weiß, vielleicht stehen eines Tages einige der Jugendlichen wieder an den Toren des Fliegerhorstes Laage als Pilot oder Pilotin.

Fahnenjunker Cédric Ketfi Presse- und Informationszentrum Luftwaffe