Büffel hilf Elephant aus der Patsche

…so lautete die Überschrift eines Artikels der Nordwest-Zeitung im April 2019. Zum 13. Mal fand die Großbergeübung „Elephant Recovery“ auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände Upjever in Ostfriesland statt, das dritte Mal in Folge organisiert vom TaktLwG 73 „S“. 150 Soldaten und zivile Mitarbeiter aus 23 Verbänden übten vom 8. bis 12. April das Bergen von verunfallten, instandsetzungswürdigen Luftfahrzeugen. Dabei waren nicht nur Verbände der TSK Heer, Marine, Luftwaffe zu Gast, sondern auch Delegationen vom Österreichischen Bundesheer, der Crash and Fire Rescue der Schweizer Luftwaffe sowie das JARTS (Joint Aircraft Recovery and Transportation Squadron) der britischen Streitkräfte.

Ein Hubschrauber des Typs Mk-41 „Sea King“ wird von einem Bergeteam, während der Übung Elephant Recovery 2019″ geborgen. Im Zuge der Bergung wird das Lfz mittels eines FKM 20to auf einen SLT 70to „Mammut“ verladen und abtransportiert.

An insgesamt acht Stationen wurden die Bergeoffiziere und ihre Crews vor verschiedene Situationen gestellt, die sie mit Hilfe verschiedener Hilfs- und Bergemitteln lösen mussten. Unter anderem mussten zwei von den Rollwegen abgekommene PA-200 TORNADO und C-160 TRANSALL, kollidierte Hubschrauber oder ohne Fahrwerk notgelandete TORNADO geborgen werden. Ebenso waren die Ausbildung am Heissgeschirr des EUROFIGHTER und die Einweisung in die Schutzausstattung „Fiese Fasern“ beim TaktLwG 71 „R“ in Wittmund wieder von der Partie.

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Ein Novum gab es nach 13-jährigem Bestehen dennoch: erstmals wurde ein Hubschrauber des Typs Mk-41 „SEA KING“ in die Übung mit aufgenommen. Diese musste jedoch vor der Übung durch einen Trupp vom Marinefliegergeschwader 5 wiederhergerichtet werden, um als „SEA KING“ und vor allem als „instandsetzungswürdig“ erkennbar zu sein.

Verantwortlich für die Organisation der Übung war zum dritten Mal der Projektoffizier (PO) Hauptmann Manuel Ficht, Technischer Offizier in der Instandsetzungs- und Elektronikstaffel, sowie diesjährig als Projektstabsoffizier (PStO), Oberstleutnant Michael Müller, S3 Technische Gruppe. Unterstützt wurden sie durch ein 16-köpfiges Org-Team mit Stabsfeldwebel Marcus Naujoks, Luftfahrzeugavionikfeldwebel Ausrüstungstechnik als „Mutter der Übung“ (Kommandospieß). Das Org-Team befand sich seit dem 1. April im Übungsraum und bereitete vom Marketender-Shop, über die IT-Infrastruktur bis hin zu den einzelnen Stationen alles für die übende Truppe vor.

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Letztendlich bleibt zu sagen, dass es für alle Beteiligten eine erfolgreiche und tolle Übung war, wozu die gute Unterbringung und vor allem das großartige Zusammenarbeiten aller Beteiligten untereinander maßgeblich beitrugen. Auch muss erwähnt werden, dass der Erfolg und die Durchführung der Übung ohne die bundeswehrweite Unterstützung durch alle Verbände und Dienststellen mit dem geforderten Material, Personal und Großgerät in dem Umfang so nicht möglich wäre.

Ein Soldat der Bergecrew sichert die verunfallte Zelle eines PA-200 Tornado beim Aufblasen der Bergekissen zum bergen des Lfz. Hinter der Zelle liegt ein Bergeschlitten, der unter das Lfz gezogen wird. Darauf abgesetzt, kann das verunfallte Lfz durch/über widriges Gelände/Boden gezogen werden, um es später abtransportieren zu können.

Obwohl keiner der Teilnehmer die Übungsszenarien in Realität erleben möchte, hat uns die Vergangenheit leider eines Besseren belehrt und die Übung hat dazu beigetragen, gerade den Bergeoffizieren gewisse Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

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Die Planung, Organisation, Durchführung und Nachbereitung von „Elephant Recovery 2020“ wird im nächsten Jahr vom TaktLwG 71 „R“ aus Wittmund übernommen werden.

Im Namen des PStO und des PO gilt ein großer Dank allen Geschwaderangehörigen, im Speziellen dem Org-Team, die zur erfolgreichen Planung und Durchführung der Übung beigetragen haben. Wir wünschen dem TaktLwG 71 „R“ gutes Gelingen.

Oberleutnant Hannes Felber

Stab TGrp TaktLwG 73 „S“