RSU-Kompanie besteht Bewährungsprobe

 

Wappen RegSichUstgKp Mecklenburg-Vorpommern

 

Dröhnende Triebwerke, spektakuläre Flugmanöver und Ausnahmezustand auf den Straßen rund um den Fliegerhorst in Laage: Rund 50000 Besucher haben die Luftwaffe am 23. August 2014 zum Tag der offenen Tür des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 "Steinhoff" besucht. Die Reservistendienst Leistenden der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSU) Mecklenburg-Vorpommern sorgten für die Sicherheit.

Ein derartiger Publikumsmagnet wie dieser Tag der offenen Tür stellt aber hohe Anforderungen an die militärische Ordnung und Sicherheit. Deshalb hatte Oberst Bernhard Teicke, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 "Steinhoff" in Laage, schon sehr zeitig Kräfte der RSU-Kompanie Mecklenburg-Vorpommern zur Unterstützung angefordert. Keine leichte Aufgabe für die Männer um Kompaniechef Oberstleutnant der Reserve (d. Res) Rolf Engeler. Denn noch immer sehen sich viele Soldaten seiner Einheit eher als Katastrophenhelfer. Dabei liegen die Aufgaben dieser Kompanie zuerst im Bereich der Wach- und Sicherungsaufgaben, dem Heimatschutz und der Unterstützung der aktiven Truppe. Und genau auf diese Herausforderung hatte sich die Kompanie in den letzten anderthalb Jahren intensiv vorbereitet. So übten sie sich nicht nur im sicheren Umgang mit der Bewaffnung, sondern erlangten in mehreren Modulen die Befähigungsnachweise, um Wach- und Sicherungsaufgaben wahrzunehmen.

Bereits einige Tage vor der Veranstaltung bezogen die ersten Soldaten der Kompanie auf dem Fliegerhorst Laage Quartier, um für die folgenden Kräfte die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Die Palette reichte von der Vorbereitung der Quartiere bis zur Aufstellung der Wach- und Schichtpläne. Doch der Aufwand lohnte sich und nach Eintreffen der Hauptkräfte wusste schnell jeder, welche Aufgaben auf ihn in den nächsten Tagen warteten.

 

Wichtiger Auftrag

Reservisten der RSU-Kompanie Mecklenburg-Vorpommern

 

So waren die Reservisten der RSU-Kompanie Mecklenburg-Vorpommern nicht nur als Soldaten im Wach- und Streifendienst eingesetzt, sondern achteten auch an verschiedenen Stellen innerhalb des Fliegerhorstes darauf, dass keiner der Besucher in dem weitläufigen Areal vom Weg abkam. Auch musste manch übereifriger Fotograf daran erinnert werden, die Absperrung zum Flugfeld einzuhalten. Dass all diese Aufgaben mit hoher Professionalität und souverän erfüllt wurden, lag nicht nur am hohen Ausbildungsstand der RSU-Soldaten, sondern auch in der intensiven Vorbereitung auf diesen besonderen Tag.

Längst hat die Kompanie ihre Findungsphase überwunden und versteht sich als militärische Einheit, die im Bedarfsfall abruf- und einsatzbereit ist. Das Zusammenspiel aller Kräfte und Mittel, das Zusammenwirken aller Vorgesetzten und die Einhaltung klarer Strukturen sind das Ergebnis intensiver Arbeit der letzten anderthalb Jahre. Jeder Angehörige der Kompanie kennt seinen Platz und ist bereit und in der Lage seine Aufgaben zu erfüllen. In persönlichen Gesprächen hatte Oberstlt Engeler seinen Soldaten immer wieder die Wichtigkeit dieser Aufgaben vor Augen geführt. Ein Konzept, das vollends aufgegangen ist.

 

Dank für die Leistungen

Sowohl der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 "Steinhoff", als auch die vor Ort zur Sicherung eingesetzte Feldjägertruppe signalisierten, dass es nicht das letzte Mal war, dass sie auf die Reservisten der RSU-Kompanie Mecklenburg-Vorpommern zurückgreifen werden.

Am Ende des Tages konnte Oberstlt Engeler deshalb nicht nur in müde, von Anstrengung gezeichnete Gesichter blicken, sondern auch den Stolz über das Geleistete von den Augen seiner Soldaten ablesen. Und auch er konnte seinen Stolz nicht verbergen, als er dem Kommandeur des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern, Brigadegeneral Christof Munzlinger, meldete: "Herr General, Auftrag ausgeführt!". Dieser hatte es sich nicht nehmen lassen, am Tag nach der Veranstaltung den Reservistendienst Leistenden der RSU-Kompanie seinen persönlichen Dank auszusprechen. Beim Abschlussappell unterstrich er nicht nur die Bedeutung der Kompanie für das Land Mecklenburg-Vorpommern, sondern konnte auch noch vier Reservistendienstleistende befördern.

 Hauptmann der Reserve Peter Schur

Hptm d. Res Peter Schur

Schwerin

 

 

Mecklenburger Reservisten begingen ihren Tag

 

Ein Publikumsmagnet wie der Tag der offenen Tür des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 "Steinhoff" war für die Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern Grund genug, ihren Tag der offenen Tür vier Wochen vor dem offiziellen Termin zu begehen.

 

Keine leichte Aufgabe für die Männer um Hauptfeldwebel der Reserve Rene Niemann, Landesgeschäftsführer in Mecklenburg-Vorpommern, bei derartig hochkarätiger Konkurrenz das Interesse der Besucher für die Reservistenarbeit zu wecken. Aber das Problem hatten nicht nur die Mecklenburger Reservisten. Auch die anderen Verbände und Vereine auf der Ausstellungsmeile schauten am Anfang skeptisch auf den stetig anschwellenden Besucherstrom, der nur ein Ziel zu kennen schien, das Flugfeld.

Doch die Sorge Niemanns war unbegründet, denn schon bald nutzten nicht nur interessierte Gäste und Besucher, sondern auch Soldaten die Gelegenheit, sich über die Aktivitäten der Reservisten in Mecklenburg-Vorpommern eingehend zu informieren. Auch Kameraden der RSU-Kompanie Mecklenburg-Vorpommern sowie Reservisten des Kreisverbindungskommandos Rostocks hatten die Gelegenheit, ihre Einheit vorzustellen. So konnten sich insbesondere Soldaten, deren Dienstzeit in Kürze abläuft, aber auch interessierte Reservisten, die bisher nicht aktiv waren, bereits vor Ort über Perspektiven in der freiwilligen Reservistenarbeit aber auch über Möglichkeiten im Beorderungsverhältnis ein klares Bild machen.

 

Ein besonderer Blickfang waren historische Fahrzeuge, die von der Reservistenarbeitsgemeinschaft (RAG) Militärfahrzeuge präsentiert wurden. Bei manch einem Besucher kamen längst vergessene Erinnerungen auf. Ein Grund mehr, an den Ständen des Reservistenverbandes zu verweilen - auch der mobile Schießstand der RAG Schießsport Warnowtal zog viele Gäste in seinen Bann.

Die Möglichkeit, einmal die Uniform eines Soldaten selbst anzuziehen und mit Helm und Rucksack ein paar Runden zu laufen, wurde gern angenommen. So war es für die Kameraden am Ausstellungsstand des Reservistenverbandes nicht schwer, mit Besuchern ins Gespräch zu kommen. Allerdings wurde diese Art der Präsentation zu einer echten Herausforderung für den Stabsgefreiten der Reserve Björn Poike, der alle Mühe hatte, in dem Gewimmel den Überblick zu behalten. Doch am Ende des Tages konnte er aufatmen, denn alle Ausrüstungsgegenstände konnten vollzählig verpackt werden.

 

Ein erfreuliches Fazit zog auch der Landesgeschäftsführer HptFw d. Res Niemann. Galt das Augenmerk an diesem Tag ohne Zweifel dem EUROFIGHTER, so konnten er und seine Kameraden zufrieden feststellen, dass das Interesse an der Reservistenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor ungebrochen ist. Das zeigte sich auch dadurch, dass an diesem Tag 27 neue Mitglieder geworben wurden.

 

HptFw d. Res Rene Niemann

Schwerin