Laages "Bunte"

In der Vergangenheit hat das Geschwader in  Laager mit einer attraktiven Auswahl an "bunten Maschinen" der Luftwaffe auf sich aufmerksam gemacht, die auch an den vergangenen Tagen der offenen Tür zu besichtigen waren.

Su-22 ist eine Museumsmaschine auf dem Laager Fliegerhorst

Vor Weihnachten des vergangenen Jahres hatte meine Gattin "Großreinemachen" angesetzt und ich musste bereitwillig Folge leisten. Dabei ging es nicht nur um die Reinigung schlecht hin, sondern auch um das Aufklaren alter Literatur, wie: Zeitungen, Zeitschriften und "überlagerte" Bücher. Also setzte ich mich hin und nahm mir meinen schriftlichen Fundus vor. An die "DER KRANICH" lies ich keinen ran, die habe ich - leider mit einigen Lücken - seit 1993, und in fast jeder Zeitschrift ist ein Artikelchen von mir zu finden. Aber die "Fliegerrevue" und andere gewisse Zeitzeugen wurden von mir durch gesichtet und entsorgt. Ein aufwendiges und mühsames Unterfangen. Bis ich zum Heft der Fliegerrevue Juli 1994 kam. In dieser zwanzig Jahre alten Zeitschrift fand ich den Artikel "Impressionen aus Laage". Welch' ein Wiedersehen. Olaf Meier hatte im April 1994 den Standort besucht und auf zwei Seiten neun Fotos mit etwas Text untergebracht. Und da waren sie fotografiert, die fliegende Technik dreier Staffeln, unmilitärisch durcheinander in einer Ecke unseres Geschwaderplatzes zusammengestellt.

 

Sonderlackierte MiG-29 und F-4F PHANTOM im Flug

Es standen die Flieger des Jagdfliegergeschwaders 9 "Heinrich Rau", die MiG-23MF und ML aus Peenemünde sowie die bis zum Herbst 1990 auf dem Geschwaderflugplatz Laage stationierten Jagdbomber- und Marinefliegergeschwader "Gebhard Lebrecht von Blücher" und "Paul Wieczoreck" mit ihren Su-22M4 kreuz und quer. Drei "Bunte Kühe" waren auch darunter. Es handelte sich um die Last-Flight-Versionen aus dem Jahr 1990, der blau-weiß-roten MiG 488 aus Peenemünde und der beiden Su-22M4 aus Laage mit der NVA-Kennung 546 im "Tigerlook" und den Farben Mecklenburgs und mit der 798 in der durchgehenden blau-gelb-roten Bemalung unseres hiesigen Heimatlandes. Im Artikel dazu berichtete Olaf Meier über den Ausbau des Flugplatzes in Erwartung der MiG-29 aus Preschen und der künftigen zivilen Mitnutzung des Flughafens. Schließlich fragte er, was wohl aus den drei bunten Fliegern werden wird. Heute steht die 798 im Luftwaffenmuseum der Bundeswehr in Berlin-Gatow und ist im Typenblatt verzeichnet. Die zweite Suchoj steht im Museum für Technik, Natur und Verkehr in Ankum, im nordwestlichen Deutschland und die MiG 488 aus Peenemünde soll 1994 über das Schwäbische Bauern- und Technikmuseum in Eischach an einen Privathalter nach Bissen in Luxemburg gewandert sein. Diese drei farbigen Flieger waren natürlich nicht die einzigen bunten Flugzeuge des heutigen Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 "Steinhoff".

 

EUROFIGHTER 30+47 mit der Sonderlackierung zu "10 Jahre EUROFIGHTER in der Luftwaffe"

Die ersten waren die schwarz-rot-goldene MiG 29+20 und die blau-gelbe 38+31, eine F-4 PHANTOM aus dem Jahre 2001. Im Jahr 2004 folgte die MiG 29+10 mit einer deutschen, europäischen und der USA-Flagge geschmückt. Dieser farbenprächtige Vogel fand hohe Anerkennung durch die US Air Force anlässlich des letzten Besuches der MiGs in den USA. Aus Anlass des 50. Jahrestages der deutschen Luftwaffe und des fünften Jahrestages der Einführung des EUROFIGHTER in das Laager Jagdgeschwader wurde im Jahre 2009 das Seitenleitwerk der 30+02 mit dem Portrait des General Steinhoff geschmückt. 2013 war die 30+73 zum zweiten Male mit dem Steinhoff-Portrait gestaltet und sie fliegt heute noch so. Schließlich verkündete zum Tag der offenen Tür 2014 die 30+47 mit ihrem bunten Seitenleitwerk die zehnjährige Nutzung des EUROFIGHTER im Taktischen Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff". Zwei kleine Ableger gab es aber doch noch. Die 30+35 flog 2013 mit den Staffelabzeichen von den Geschwadern "Steinhoff", "Richthofen" und "74" und die 30+45 trug ebenfalls im vergangenen Jahr den Fußball-Weltmeister-Pokal mit den vier Sternen am Seitenleitwerk.

 

Peter Heiner, Schwaan

 


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