"Ich zünde in: 3 - 2 - 1"

So oder so ähnlich hieß es für die Kameraden, die vom 15. bis 19. Juni 2015 auf dem Truppenübungsplatzaufenthalt in Klietz waren. Ziel war die spezielle Ausbildung und Inübunghaltung von Fach-/Sachkundigem Personal im Vernichten von Munition.

 

Sprengung Leuchtmörser 120mm

 

Unter dem Personal des Fachbereiches Munition und AuS der Wartungs- und Waffenstaffel (Wtg/WaStff) mischten sich auch Soldaten aus den Verbänden Taktisches Luftwaffengeschwader 33 in Büchel, Hubschraubergeschwader 64 in Laupheim und vom Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf.
Der Ablaufplan sah vor, insgesamt 114 Objekte, unter anderem 155-mm-Artilleriegeschosse, Startbahnbomben BAP 100, 110-mm-LAR-Raketen sowie Großladungsträger 250-kg-Bomben, in etwa 50 Sprengungen an vier Tagen zu vernichten. Zudem kam noch ein Schießen mit dem G22 auf dargestellte Kleinbomben und eine Bootstour auf dem anliegenden See.
So startete ein kleines Vorkommando am Freitag, den 12. Juni 2015 Richtung Klietz, mit dem Ziel, alle bürokratischen und organisatorischen Sachen bis Montag zu erledigen. Das Hauptkommando, was am Montag aus ganz Deutschland anreiste, konnte direkt die Stuben beziehen. Nach einer kurzen Einweisung ging es auch direkt zum Sprengplatz. Bis auf ein paar kleine Feuer, ausgelöst durch umherfliegende heiße Munitionsteile, die wir selbst bekämpfen konnten, lief am Montag und Dienstag alles nach Plan.

 

Andere Gefahr, anderer Sprengplatz

Sprengung 40mm x 46

 

Am Mittwoch standen die Großladungsträger auf dem Plan, weshalb wir aufgrund des Gefahrenbereiches einen anderen Sprengplatz nutzen mussten, was sich als schlechtes Omen erwies. Plan war es, in einem Durchgang alle sechs Objekte (zum Beispiel 250-kg-Bomben) mit sechs Sprengungen zu vernichten, um am Nachmittag das G22-Schießen zu absolvieren. Aber da machten uns die trockene Heide und ein Raketenmotor (Sidewinder) einen Strich durch die Rechnung. Der RakMot entzündete die Heide und wir hatten einen großen Flächenbrand. Nun mussten wir warten, Ruhe bewahren und die Feuerwehr des Truppenübungsplatzes eine ihre Arbeit verrichten lassen. Nach drei Stunden Löscharbeiten der Feuerwehr konnten wir die restlichen Objekte vernichten. Die dadurch resultierende Verzögerung ließ leider das G22-Schießen ausfallen. Der Donnerstag war auch gleich der letzte Tag auf dem "guten Sprengplatz". Der bisherige Leitende wurde aufgrund des Vorfalles am Vortag ausgetauscht und somit lief alles wieder wie am Schnürchen und sämtliche Reste wurden ausnahmslos vernichtet. Ganz nach dem Motto: "Viele Hände machen der Arbeit schnell ein Ende", hieß es nach der letzten Sprengung.

 

Sprengbombe MATRA 250kg

Alles musste wieder verpackt und auf den Fahrzeugen verstaut werden, zudem musste Ordnung auf dem Platz her, denn man möchte gern gesehener Gast bleiben. Die am Abend organisierte Bootstour über den Trübengraben und das anschließende gemeinsame Grillen rundeten den Aufenthalt in Klietz ordentlich ab. Die Gäste bedankten sich anständig und möchten auch nächstes Jahr gern wieder ein Teil unseres Kommandos sein. Am Freitag blieben nur noch die Übergabe des Unterkunftsblockes, organisatorischer Kram und die Heimreise nach Laage, Büchel, Laupheim und Wunstorf.
Ein großes Dankeschön geht an den jetzt schon versetzten Oberstabsfeldwebel Jürgen Loch (der abgelöste Leitende und der einzige mit einer "Fehlzündung", auf deren Knall wir heute noch warten), der zusammen mit Oberfeldwebel Tobias Moldenhauer das Ganze geplant hatte: "Danke Jungs für die geile Woche". Und ein Dankeschön geht an die "Muddi" vom Kochtopf, Hauptfeldwebel Daniel Becher: "War ganz legger", der "Sprengkapsel-Spucker" (Anm. d. R.: HptFw SL).

 

OFw Tobias Moldenhauer und HptFw Sven Lorenz
Wtg/WaStff TaktLwG 73 "S"

 


ITO Umzüge

 

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Heine

 

GFD



 


 


 

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